Der Soziale Trainingskurs ist ein sozialpädagogisches Instrument zur Stärkung der Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, zur Entwicklung von Selbstwert und Selbstbewusstsein und zum Erlernen von sozial verantwortungsvollen Verhaltensweisen.

Beim Sozialen Trainingskurs handelt es sich um eine lebensweltorientierte Maßnahme zum Erlernen von Normen, Werten und Regeln.

Mit der sozialen Gruppenarbeit wird ein Übungsfeld in einem geschützten Rahmen geschaffen. Gruppendynamische Prozesse werden direkt aufgegriffen und sind zentraler Ausgangspunkt für Selbst- und Fremdwahrnehmung, konstruktives Feedback und die Entwicklung von Handlungsalternativen.

Der Kurs richtet sich an straffällig gewordene männliche und weibliche Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren und Heranwachsende im Alter von 18 bis 20 Jahren.

Über unterschiedliche Übungen in Einzel-, Paar- und Gruppenarbeit, videounterstütztes Lernen, Rollenspiele und angeleitete Diskussionen sollen die Teilnehmer*innen, die für sie persönlich relevanten aber auch gesellschaftlich wichtige Themen bearbeiten.

Eine Sportbegegnung in der Justizvollzugsanstalt Heinsberg sensibilisiert die Jugendlichen und Heranwachsenden für die konkreten Folgen von Straftaten. Der Austausch mit den Gefangenen verdeutlicht die Konsequenzen strafbaren Verhaltens und hat erfahrungsgemäß nachhaltig abschreckende Wirkung.

Ziel des Sozialen Trainingskurses ist, die durch unterschiedliche Delikte (u. a. Diebstahl, Betrug, Körperverletzung, Verstoß gegen das BtMG, Fremdenfeindlichkeit) auffällig gewordenen Jugendlichen dazu aufzufordern, sich kritisch mit der eigenen Tat auseinander zu setzen und die Verantwortung für die begangene Straftat zu übernehmen.

Über die Erarbeitung von persönlichen Lebenszielen und -perspektiven sollen das Verantwortungsgefühl für die Gestaltung des eigenen Lebensweges gefördert werden und Möglichkeiten des Umgangs mit Frustrationen und Misserfolgen erarbeitet und umgesetzt werden.